Dr. med. Michael Igel MBA
  • Arzneimittel-Therapie
  • Toxikologie
  • Labor
  • Gutachten
  • Pflegenetzwerk Bonn & Region
  • Präventivmedizin
  • Naturheilverfahren
  • Krankheiten

News - Nachrichten

Rote-Hand-Brief zu Diclofenac:

Neue Kontraindikationen und Warnhinweise nach europaweiter Überprüfung der kardiovaskulären Sicherheit. Diclofenac ist ein weit verbreitetes nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Entzündungen.  

  • Die derzeit verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass die Therapie mit Diclofenac mit einem erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse, vergleichbar mit dem von selektiven COX-2-Hemmern, assoziiert ist.
  • Diclofenac ist jetzt kontraindiziert bei Patienten mit bestehender Herzinsuffizienz, ischämischer Herzerkrankung, peripherer Arterienerkrankung oder zerebrovaskulärer Erkrankung. Bei Patienten mit diesen Erkrankungen sollte die Behandlung überprüft werden.
  • Die Behandlung mit Diclofenac sollte bei Patienten mit signifikanten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) nur nach sorgfältiger Abwägung begonnen werden.

Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin

 

 

Die WHO schätzt die neuen Infektionen mit Coronavirus als eine weltweite Gefahr ein.

Der SARS-Erreger und die neuen mit ihm verwandten Coronaviren (MERS-CoV) lösen grippeähnliche Symptome aus und können zu Nierenversagen und schweren
Lungenentzündungen führen. Durch sie sind bereits über 1000 Todesfälle verursacht. Das klinische Bild der Infektion ist mittlerweile umfassend durch ein Forscherteam der Uni Bonn beschrieben. Bei schweren grippeartigen Symptomen sollte daher eine virologische Laboruntersuchung auf Coronaviren durchgeführt werden.

Quelle: Lancet Infect Dis 2013, Online 17 Juni

 

 

Das Arzneimittel Selincro® mit dem Wirkstoff Nalmefen wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zur Zulassung für den europäischen Markt empfohlen, das Arzneimittel Zofran® mit dem Wirkstoff Ondansetron ist schon aus der Therapie gegen Zytostatika-induzierte Übelkeit und Erbrechen bekannt und zugelassen.

Schuld an der wiederkehrenden Alkohol-Begierde ist das Belohnungssystem des Gehirns. Die an der Entstehung von Alkoholsucht beteiligte Botenstoffe sind u.a. Opiate und Serotonin. Der medikamentöse Eingriff in das Belohnungssystem vermindert das starke Gefühl der Befriedigung bei Alkoholkonsum und das Verlangen nach mehr. 

Der Wirkmechanismus von Nalmefen beruht dabei auf einer Modulation von µ-, δ- und κ-Opioidrezeptoren, der von Ondansetron auf einer Blockade von 5-HT3-Serotonin-Rezeptoren.

Gemäß der Einschätzung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung für 2011 wird der Alkoholkonsum bei 9,5 Millionen Menschen in Deutschland als riskant eingestuft - 1,3 Millionen Menschen sind alkoholabhängig - nur etwa 10% stellen sich einer Therapie, wenn auch erst nach 10 bis 15 Jahren Leben in Abhängigkeit.

Quelle: Enoch MA, et al. Functional Genetic Variants that Increase Synaptic Serotonin and 5-HT3 Receptor Sensitivity Predict Alcohol and Drug Dependence. Mol Psychiatry 2011, 16(11): 1139-1146

Seite 1 von 7